Bonsai-Saatgut:
Tamarinde

5,29 €

Samen pro Packung

  • 4 Stück


Fakten und Charakter

  • Botanischer Name: Tamarindus indica
  • Herkunft: Afrika (heute in tropischen Regionen verbreitet)
  • Wuchsform: Immergrüner Baum
  • Blätter: Hellgrün, 10–20 Fiederpaare
  • Blüte: Gelblich mit roten Zeichnungen
  • Wuchscharakter: Kompakt bei Kultur in flachen Bonsai-Schalen
  • Besonderheit: Auch als Indischer Dattelbaum bekannt, gut für Bonsai geeignet
Art.-Nr.: BA14359
Lagerstatus: Auf Lager

Bei der Vermehrung von Bonsai liegt der große Vorteil darin, dass Form und Wuchs des Baumes bereits von Beginn an beeinflusst werden können. Zwar dauert es länger, einen Baum aufzubauen, wenn man mit einem Samen startet. Dafür bietet diese Methode die Möglichkeit, frühzeitig persönlichen Einfluss auf Größe und Formgebung zu nehmen.

Einführung

Die Tamarinde ist eine gut geeignete Pflanzenart für die Bonsai-Gestaltung, bei der bereits früh Einfluss auf Form und Ausdruck des Baumes genommen werden kann. Der Aufbau eines Baumes aus Samen benötigt zwar mehr Zeit, ermöglicht jedoch eine gezielte und kontrollierte Entwicklung. Durch die Verwendung flacher Bonsai-Schalen entwickelt die Pflanze einen kompakteren Wuchs als frei wachsende Bäume in der Natur.

Vermehrung

Die Vermehrung erfolgt durch Samen. Die Aussaat kann ganzjährig im Haus erfolgen. Die Samen werden über Nacht in lauwarmem Wasser eingeweicht und anschließend so in Aussaaterde gelegt, dass sie gerade nicht mehr sichtbar sind. Das Kultursubstrat sollte gleichmäßig feucht und bei 20–25 °C warm gehalten werden. Die ersten Keimlinge erscheinen in der Regel nach etwa 10 Tagen.

Standort und Licht

Die Pflanze benötigt einen sehr hellen Standort. In den Sommermonaten kann sie an einem sonnigen Platz im Freien stehen.

Bewässerung und Nährstoffe

Während der Wachstumsperiode wird regelmäßig gegossen, ohne dass Staunässe entsteht. Die Nährstoffversorgung erfolgt während der Wachstumszeit und richtet sich nach der gewählten Düngersorte und deren Zusammensetzung. In den Wintermonaten werden sowohl Wassergaben als auch Nährstoffzufuhr reduziert.

Kultursubstrat

Die Tamarinde bevorzugt ein luftiges, gut durchlässiges Kultursubstrat mit stabiler Struktur. Das Substrat sollte leicht bis mäßig nährstoffarm sein und kein überschüssiges Wasser speichern.

Eine klassische Mischung kann aus Sand, Torf und einer leichten Erdkomponente bestehen. Viele Bonsai-Liebhaber verwenden jedoch spezielle Substrate wie Akadama, Lava oder Bims – einzeln oder in Kombination – abhängig von Erfahrung und Kultivierungsweise.

Überwinterung

Bonsai werden in flachen Schalen kultiviert, wodurch die Wurzeln deutlich stärker exponiert sind als bei Pflanzen im Boden. Aus diesem Grund wird grundsätzlich eine frostfreie Überwinterung empfohlen. Dies schützt die Wurzeln vor Durchfrieren und verringert das Risiko von Schäden oder dass die Pflanze eingeht. Die Tamarinde ist eine tropische Pflanzenart und muss frostfrei sowie hell bei 10–15 °C überwintert werden. Bereits kurzer Frost kann die Pflanze schädigen oder zum Absterben bringen.

Wichtige Anbautipps

Verwenden Sie zur Aussaat ein professionelles Aussaaterde-Substrat oder Kokos-Aussaathumus, da diese Kultursubstrate eine gute Luftdurchlässigkeit sowie einen geringen oder keinen Gehalt an zugesetzten Nährstoffen aufweisen. Das gewählte Kultursubstrat sollte während der Keimung gleichmäßig feucht gehalten werden – nicht nass.

Decken Sie das Anzuchtgefäß mit transparenter Folie oder Glas ab. Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollte alle drei Tage eine kurze Belüftung erfolgen, indem die Abdeckung vorübergehend entfernt wird.

In den ersten sechs Wochen nach der Keimung sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Nach 5–8 Wochen können die Sämlinge vorsichtig pikiert (umgesetzt) werden. Achten Sie dabei darauf, die feinen, neuen Wurzeln nicht zu beschädigen.